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Bilder und Berichte von Übungen der Feuerwehr Reit im Winkl
2012
 
Gemeinschaftsübung mit der Feuerwehr Kössen am 13. November 2012
Ein ebenso beunruhigendes wie nachvollziehbares Szenario: In einer Werkstatt neben der Bundesstraße ist ein Brand ausgebrochen, die dort gelagerten Gasflaschen, ätzenden Flüssigkeiten, Öle, Treibstoffe drohen zu explodieren, höchste Gefahr für Mensch, Sachwerte, Umwelt. Die alarmierten Einsatzgruppen der örtlichen wie der benachbarten Feuerwehr aus Kössen rücken gegen 19.00 Uhr sofort nach der Alarmierung mit zehn Fahrzeugen an, Martinshorn, Blaulicht, das ganze Programm. Schnell und routiniert werden vor dem angenommenen Brandherd fast zwei Dutzend Männer mit schwerem Atemschutzgerät ausgerüstet. Andere legen Leitungen und demonstrieren anschließend mit geöffneten Schläuchen ihre sofortige Einsatzbereitschaft, um ein potentielles Übergreifen der vermeintlichen Flammen auf benachbarte Gebäude unterbinden zu können. Nachdem die Atemschutzträger in die Werkstatt vorgedrungen sind, beginnt für Einsatzleiter, Beobachter und andere Einsatzkräfte das Warten darauf, dass die angenommene Explosionsgefahr gebannt ist.
Dann erst können die Verantwortlichen die Qualität dieser einstündigen Gemeinschaftsübung der Reit im Winkler Wehr mit ihren Kollegen aus Kössen in vollem Umfang bewerten: „Wir machen solche Übungen ja bereits seit Jahren“, erklärt Kreisbrandmeister Alfred Waschin aus Übersee, der wie meist bei größeren Feuerwehrübungen vor Ort ist, „ein paar Kleinigkeiten kann man immer verbessern, aber im Grunde funktioniert diese Zusammenarbeit wirklich hervorragend.“ „Bewährt hat sich insbesondere, dass wir mit digitalen Funkgeräten kommunizieren können“, erklärt demgegenüber Stefan Kitzbichler, der 2. Kommandant der Kössener Wehr, normalerweise werden auf bayerischer Seite analoge Geräte eingesetzt, diese sind mit den Gerätschaften auf Tiroler Seite nicht kompatibel. Hubert Heistracher, der Reit im Winkler Kommandant, findet schließlich die kürzeste Betrachtungsweise: „Alles hat gut funktioniert.“ Damit diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen der Reit im Winkler und der Kössener Feuerwehr auch in Zukunft gut funktioniert, sind auch für das kommende Jahr wieder zwei Gemeinschaftsübungen geplant. [Text: Hanns Ostermaier ]
 
 
THL Ausbildung in den Bereitschaftsübungen
Ausbildungen in den Bereitschaftsgruppen bieten die Möglichkeit, Arbeitsabläufe intensiv in kleinen Gruppen zu üben. So wurde beispielsweise von der Bereitschaftsgruppe Stiegler vor kurzem eine THL Ausbildung durchgeführt. Dabei diente ein PKW als Übungsobjekt. Laut Übungsaufgabe mussten mit Hilfe des hydraulischen Rettungssatzes Türen und Dach entfernt werden, um Zugang zu den Unfallopfer zu schaffen. Während der Arbeiten wurde auf den richtigen Einsatz der Rettungsgeräte und auf mögliche Gefahren hingewiesen, dass im Ernstfall die Rettungsarbeiten so schnell und sicher wie möglich durchgeführt werden können. Als Übungsabschluss musste das brennende Fahrzeug mit Schaum gelöscht werden.

 
 
Besichtigung durch die Kreisbrandinspektion am 27. Juli 2012
Im Dreijahresrhythmus kommen hohe Feuerwehrfunktionäre zu den jeweiligen Ortseinsatzgruppen, um ein detailliertes Bild vom Ausbildungsstand der freiwilligen Helfer zu gewinnen, um Fahrzeuge zu inspizieren, auch um die Feuerwehrler in einem Einsatzszenario genau beobachten und bewerten zu können. Vor wenigen Tagen nun kamen zu dieser Inspektion Kreisbrandinspektor Georg König,  Kreisbrandmeister Alfred Waschin und Fachkreisbrandmeister Atemschutz Christof Grundner in das Bergdorf Reit im Winkl. Fazit nach mehrstündiger Begutachtung: Alles im Grunde in Ordnung. In ihrem Urteil fanden sich aber durchaus auch Möglichkeiten der Optimierung.

Bei den Verbesserungsanregungen führten die Inspekteure beispielsweise an, dass die sich die Gesamtzahl der Fuerwehrler vor Ort einem Minimum nähere, will heißen, die Ortsgruppe müsse noch mehr auf Anwerben von neuen Kräften achten. „Dies ist freilich vor dem Hintergrund der geburtenschwachen Jahrgänge nicht eben einfach“, meinte hierzu Kommandant Hubert Heistracher, wobei die Nachwuchsarbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Reit im Winkl immer wieder als sehr positiv herausgestellt werde. Der Personalaufwand einer Ortsgruppe sei insgesamt generell sehr hoch, da die Einsatzgruppen der jeweiligen Mannschaften, die Besatzungen der Fahrzeuge und der Gerätschaften laut den Vorschriften dreifach besetzt werden müssten. Mehr bewegt werden, so die Beobachter König, Waschin und Grundner sollten die Fahrzeuge, damit alle Systeme auch im Ernstfall einwandfrei arbeiten könnten.

Einen sehr guten Stand attestierten die Inspekteure der Ortsgruppe in Sachen Ausbildungs- und Ausrüstungsstand, hier war nichts zu bemängeln. Von der Einsatzbereitschaft der freiwilligen Helfer konnten sich die drei Funktionäre in einem dreiviertelstündigen Übungsszenario überzeugen. Dabei galt es bei einem Zimmerbrand im Ortsteil Entfelden vier Personen aus dem ersten und zweiten Stockwerk mit Hilfe von Steckleitern und dem Hubsteiger zu bergen. Eine Übung, die routiniert und professionell demonstriert wurde. All die Beobachtungsdaten münden jetzt in eine Dokumentation, die an den Kommandanten, an die Gemeinde Reit im Winkl und die Kreisbrandinspektion Traunstein sowie an das Landratsamt Traunstein und an die Regierung von Oberbayern geschickt wird.

[Text: Hanns Ostermaier ]



 
 
Gemeinschaftsübung in Kössen am 24. Mai 2012
Die Freiwillige Feuerwehr Kössen forderte zur Menschenrettung und Brandbekämpfung die Freiwilligen Feuerwehren Bichlach und Reit im Winkl an. Es brannte der linke Flügel des Anwesens „Haus Central“ in der Dorfmitte von Kössen. Als Brandursache wurde ein Zimmerbrand vermutet, der sich auf den Dachstuhl ausweitete. Aufgrund des verrauchten Stiegenhaus konnten die 7 vermissten Personen nur noch über den Balkon gerettet werden. Die Freiwillige Feuerwehr Reit im Winkl übernahm die Rettung der 7 auf dem Balkon eingeschlossenen Personen mit der Hubrettungsbühne.In sicherer Entfernung baute die FF Kössen die Atemschutzsammelstelle auf. Von dort aus wurden die Trupps mit schwerem Atemschutz losgeschickt, um die vermisste Personen zu suchen. Neben der Atemschutzsammelstelle wurde ebenfalls die Atemschutzüberwachung aufgebaut. Die Überwachung der Rettungstrupps ist eine lebenswichtige Einrichtung. Nur so kann gewährleistet werden, dass im Notfall ein Reservetrupp dem Rettungstrupp zur Hilfe kommen kann. Das weitere Personal war mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Es wurden hierfür Schlauchleitungen verlegt. Mit den Strahlrohren wurde dann der mutmaßliche Brand gelöscht. Um während der Übung den Verkehr nicht zu stark zu beeinträchtigen wurden außerdem Schlauchbrücken aufgebaut. Neben den Feuerwehrmännern war auch eine Besatzung des österreichischen Roten Kreuzes mit einem Rettungsfahrzeug (Ambulance Rettungsdienst Tirol) vor Ort. Insgesamt beteiligten sich 101 Personen an der Übung. Als Übungsbeobachter stellten sich Alfred Waschin (Kreisbrandmeister der Kreisbrandinspektion Traunstein) und Ernst Stöckl (Abschnittskommandant „Untere Schranne“  des Bezirks-Feuerwehrverbandes Kitzbühel) zur Verfügung. Nach der Übung lud der Kommandant der FF Kössen, Hannes Schwentner, alle Helfer zu einer Brotzeit in das Feuerwehrgerätehaus ein.
[Text und Bilder: Christian Speicher]
 
 
Einweisung in die neue Tragkraftspritze Ziegler PFPN 10-1500 Ultra Power
 
 
Abnahme THL Leistungsabzeichen am 14. Mai 2012
 
 
Erste Hilfe Kurs 2012
Helfen in Not, ist unser Gebot. Gemäß dem Leitspruch der Freiwilligen Feuerwehren beteiligten sich zahlreiche aktive Feuerwehrmänner an einem Ersten Hilfe Kurs. Es kamen auch noch ein paar Gemeindebürger dazu. An 4 Abenden wurde im Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses das notwendige Wissen hierfür vermittelt. Thomas Stockklauser konnte wieder als Ausbilder gewonnen werden. Durch seine langjährige Erfahrung als Ausbilder beim Bayerischen Roten Kreuz war der Erste Hilfe Kurs sehr lebendig und kurzweilig. Der Erste Hilfe Kurs lebt von seinen zahlreichen eigenen Erfahrungen im Rettungsdienst, die er immer wieder als Beispiele eingebracht hat. Christian Hartmann, der ebenfalls beim Bayerischen Roten Kreuz ist, unterstützte Thomas Stockklauser bei verschiedenen Übungen der Teilnehmer z. B. der Herz-Lungen-Wiederbelebung bzw. beim richtigen Abnehmen eines Motoradhelmes.

In anschaulichen Beispielen wurden die Grundlagen der Hilfeleistung (z. B. Rettungskette, Sofortmaßnahmen, Notruf) geschult. Er sprach über die akuten Störungen der Vitalfunktionen (z. B. Bewusstlosigkeit und Atemstillstand) sowie über Wunden und sonstige Erkrankungen und Verletzungen. Dazu zählen Verbrennungen, Schock, Knochenbrüche, Vergiftungen sowie die Unterkühlung. Es wurde die stabile Seitenlage, die Herz-Lungen-Wiederbelebung, das Abnehmen eines Helmes und das Anlegen von Verbänden geübt. Bevor die Teilnehmer allerdings den begehrten Erste Hilfe Ausweis in Händen halten konnten, galt es das erlernte Wissen in die Praxis umzusetzen. Dazu wurden von den Mitgliedern der Bereitschaft des bayerischen Roten Kreuzes aus Reit im Winkl verschiedene Krankheitsbilder (Herzinfarkt, verbrannte Hand, Unterkühlung,  epileptischer Anfall, offener Bruch, mit Glasssplitter verletzte Hand, stumpfes Bauchtrauma, verstauchter Knöchel etc.) gemimt. Die Mimen wurden dazu sehr wahrheitsgetreu geschminkt. Bei diesen verschiedenen Übungen lernten nicht nur die jeweils ausgewählten Helfer dazu, sondern die ganzen Kursteilnehmer.

[Text und Bilder: Christian Speicher]

 
 
 
Schulhausübung am 5. Mai
"Heute ist der schönste Tag", meinte schon zu Beginn des vierstündigen Programms eine Zweitklässlerin, "denn heute ist der Feuerwehrtag". Welch aufregender und ereignisreicher Vormittag dies für sie und die weiteren Buben und Mädchen der Grundschule Reit im Winkl sein würde, konnten die Schüler dem Szenario auf ihrem Pausenhof entnehmen: Dort hatten 14 Vertreter der örtlichen Feuerwehr die Hubrettungsbühne in Stellung gebracht und gleichzeitig mehrere Stationen zur Begutachtung und zum Selber-Ausprobieren für die Kinder aufgebaut: Die Hubrettungsbühne, eine Station mit Pumpen und Rettungsschläuchen, eine weitere mit technischen Geräten wie der Spreizschere, schließlich wurden an einem Fahrzeug Atemschutzgeräte und der Funkverkehr erklärt.

Damit den Mädchen und Buben im Verlaufe dieses lehrreichen und eindrucksvollen Vormittags nicht ihr Durchhaltevermögen ausgehen konnte, hatten die Feuerwehrmänner unter ihrem Kommandanten Hubert Heistracher sogar einen Brotzeitplatz eingerichtet, um warme Würstl zu verteilen und Limonade. Dann also begann das Programm: Zunächst galt es, Schulleiterin Elfie Bachmann per Hubsteiger aus dem ersten Stock zu "retten". Anschließend wurden die Schulklassen auf die Stationen verteilt, wo von den ehrenamtlichen Helfern die Gerätschaften genau erklärt wurde. Meistens durften die Kinder dann auch selbst aktiv werden, was ihnen sichtlich großen Spaß bereitete. Genau 25 Fragen der Schüler rund um Aufgaben, Personal und Gefahren der Feuerwehr rundeten den Aktionstag schließlich ab. "Mit diesem besonderen Schultag, mit diesem Feuerwehrtag verbinden wir eigentlich drei Ziele", erklärte Schulleiterin Elfie Bachmann: "Zum einen können wir prüfen, ob die Rettungswege und technischen Abläufe verbesserungsfähig sind. Zum zweiten kann so die Zusammenarbeit zwischen Schule und Feuerwehr gestärkt werden. Und schließlich erwecken wir bei den Kindern auch das Interesse an den Aufgaben ehrenamtlicher Tätigkeit, weswegen sich später vielleicht einige der Feuerwehr oder anderen Vereinen anschließen könnten."

[Text und Bilder: Hanns Ostermaier]

 
 
Große Atemschutzübung in Blindau am 31. März 2012
Der „Weber am Gasteig“ ist ein alteingesessener Bauernhof, dessen stattliche Erscheinung am Beginn des Reit im Winkler Ortsteils Blindau auffällt. In unmittelbarer Nähe war im vergangenen Jahr ein neues Gebäude als Ersatzbau entstanden, da dieser Hof in Kürze abgerissen werden soll. Doch bevor nun schweres Gerät dem großflächigen, mehrgeschossigen Bauernhaus zu Leibe rücken wird, wurde sollte ihm noch eine ungewöhnliche Aufgabe zuteil werden: Es diente als Übungsobjekt für gleich zehn Feuerwehr-Einsatzgruppen aus der näheren und ferneren Umgebung, nachdem der Landwirt Alfred Diesl jun., selbst aktiver Feuerwehrler den Hof den Rettungskräften zu diesem Zweck angeboten hatte. Den Übungsschwerpunkt legte man bei diesem ganztägigen Probeeinsatz auf den Bereich „Atemschutzübungen“. Von der Koordination der Einsatzkräfte, vom Leistungsstand der Feuerwehrler, von den flexiblen Handlungsabläufen bei den verschiedensten Szenarien machten sich auch der Überseer Kreisbrandinspektor Georg König und der Reit im Winkler Bürgermeister Josef Heigenhauser ein Bild.

Verschiedenste Übungsvarianten hatte sich die ortsansässige Feuerwehr insbesondere für die insgesamt 66 Atemschutzträger ausgedacht, womit die Einsatzgruppen aus Übersee, Schleching, Bergen, Unterwössen, Holzhausen, Vogling, Ruhpolding, Inzell und Staudach konfrontiert wurden: So das Auffinden von verletzten Personen im vernebelten Gebäude, das Erkennen von Gefahrgütern wie Gasflaschen oder Sprengstoff und auch die Bergung von eingeschlossenen Personen. All dies sollte stets möglichst „Patienten schonend“ passieren, wie dies von den Führungskräften vorgegeben wurde. Übungsschwerpunkte waren ferner die Eigensicherung, die Sicherstellung von Rettungs- und Fluchtwegen und die Personenrettung über die hydraulische Rettungsbühne. In Summe 69 unterschiedliche Übungsszenarien wurden von den Feuerwehrmännern absolviert, meist in überregionaler Kooperation. Am Ende der Kräfte zehrenden Einsätze wurde insbesondere der geeignete Übungsort gelobt, hier habe man sehr wirklichkeitsnahe Situationen vorgefunden. Herausgestellt wurde aber auch, dass derartige Rettungseinsätze nur von bestens ausgebildeten Feuerwehrmännern geleistet werden können, wobei dieser Leistungsstand wiederum von intensiven Übungen abhänge. In diesem Kontext wurde die überregionale Groß-Übung als sehr erfolgreich bewertet.

[Text: Hanns Ostermaier]

 
 
HIT Schulung Themenschwerpunkt "seelische Belastungen im Feuerwehrdienst"
Für alle gehören mittlerweile Wohnungsöffnungen, Suizide, Unfälle mit mehreren Verletzten und Toten oder Unfall, Verletzung oder gar Tod eines Feuerwehrkameraden zum "Geschäft", egal ob "große oder kleine" Feuerwehr mit oder ohne Autobahn, Bahnstrecke oder großen Industrieanlagen mit gefährlichen Stoffen. Daher ist es wichtig, sich mit dem Gedanken an belastende Einsätze auseinander zu setzen, die Auslöser und Auswirkungen psychischer Beanspruchungen im Einsatz sowie den angemessenen Umgang mit ihnen zu thematisieren.
[Text: HIT Referent]


 
 
   
 
© 2010 Freiwillige Feuerwehr Reit im Winkl e.V. / Autor: Max Weiss
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