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Historische Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Reit im Winkl
In der Nacht zum 13. Juli 1718 zerstörte ein Feuer beinahe alle Gebäude in der Mitte des Dorfes um die Kirche. Neben dem Gotteshaus wurden zehn Häuser in dessen unmittelbarer Umgebung ein Raub der Flammen. "Nach Überlieferungen sind folgende Häuser zerstört worden beziehungsweise zu Schaden gekommen: Liendl mit Zuhaus (Reithofer), Döller (jetzt Pretzner), Neuhauser, Schmiedhainzer, Knogler (jetzt Rathaus), Karl (jetzt Hotel zum Löwen), vermutlich auch Karlzuhaus, Mair (jetzt Foidlmair) und Angerer (jetzt zum Fiaker)." [Höflinger, Schwere Zeiten]

War man bisher jedoch immer von der Annahme ausgegangen, dass ein Blitzschlag, der den Kirchturm getroffen hatte, Auslöser der Feuersbrunst gewesen sei, so wurde man durch Zufall im Frühjahr 1994 eines anderen belehrt. Beim Abbruch des alten Dachstuhls am Foidlmair-Anwesen fiel den Zimmerern, nebst anderer Gegenständen, eine von Vikar Wolfgang Viechter in lateinischer Sprache verfaßte Urkunde in die Hände, die die Geschichte des Brandes von 1718 neu erzählt...
 
[Auszug aus dem Heimatbuch "Der Reiter Winkel" Kapitel 1: "Aus der Ortsgeschichte", Autor: Fritz Hausbacher]

 
 
Brände bis 1900 Brände von 1901 bis 1933
29.05.1889 Brand des Steineranwesens (Anton Reichgruber) 22.07.1903 Brand des Draxlanwesens (Michael Obinger)
04.12.1890 Brand des Ziegelstadels (Andre Heigenhauser)
30.01.1904
Brand des Dampfsägewerkes (Johann Mayer, Bräu)
19.06.1891

Brand Lindlhaus (Reithofer),
die Flammen griffen auf den Kirchturm über
17.06.1913
Brand des Heindelanwesens in Kössen
30.12.1916
Brand des Müllerbaueranwesens (Andreas Mühlberger)
16.02.1892 Brand der Aubauersäge (Otto Steinbeiß)
26.07.1917
Brand des Sägewerkes Bräu (Johann Mayer)
29.02.1896 Brand des Hipperanwesens an der Birnbacher Straße
06.08.1919
Brand des Ökonomiegebäudes Blaseranwesen (F. Hamberger)
27.06.1897 Brand des Schutzbichleranwesens (Pankraz Speicher)
06.08.1920
Brand des Nebengebäudes Boaranwesen (Th. Hausberger)
05.09.1898 Brand des Bräuanwesens (Johann Mayer)
20.05.1929
Brand des Feichtenhofes in Blindau
01.02.1899 Brand des Ökonomieanwesens Tischler (jetzt Reithofer)
04.07.1929
Brand in Seehaus, Reit im Winkl rückte mit der Waldbahn an
26.06.1900 Brand des Menkenbaueranwesens (Andre Heigenhauser)
19.06.1933
Brand beim Bräu (Johann Mayer)
   
14.05.1946
Brand des Lehrbergeranwesens
 
 
   
     
 
Großeinsätze ab 1950
 
 
05.12.1950
Brand der Forst-Diensthütte auf der Maserer


 
"..abends gegen 21.30 Uhr wurde von Reit im Winkl aus eine Feuer-Röte über der Wahn gesehen. Nach telefonischen Rückfragen konnte es nur auf der Maser sein. In kurzer Zeit war die Feuerwehr beisammen und führ mit dem großen Spritzenwagen los. Und wie vorausgesehen brannte die Forst-Dienst-Hütte auf der Maser... Der Brand hatte schon sehr um sich gegriffen, so daß ein sofortiges Eingreifen nicht möglich war. Dennoch wurde dann mühsam aus einem in der Nähe liegenden Bach Wasser entnommen und der Brand ganz abgedämpft..." [1]

 
31.07.1953
Brand des Sägewerkes der Gebrüder Hamberger
 
"Am Freitag 31.07.53 wurde gegen 14 Uhr durch Glockengeläute Feuerwarnung gegeben. Durch unbekannte Ursachen entstand im Sägewerk der Gebr. Hamberger am östlichen Dorfeingang v. Reit i. W. ein Feuer, daß sehr schnell um sich griff. Innerhalb von 7 Minuten war die Fr. Feuerwehr und viele Helfer am Brandplatz, jedoch durch Holzaufbau war es unmöglich, den Brand effektiv niederzuschlagen. Es konnte jedoch das Maschinenhaus und die Kellerräume gerettet werden. Nach 15 Min. Einsatz mit 5 Strahlrohren war der Brand gelöscht..." [1]

 
07.10.1954
Dachstuhlbrand des Anwesens Michael Vogel
 
"Am Donnerstag 7. Oktober 1954 brach im Dachstuhl des Anwesens Michael Vogel in Reit im Winkl ein Brand aus. Der Brand begann um 13.15 Uhr. Sirenenalarm war um 13.20. Das Löschkommando der Freiw. Feuerwehr rückte um 13.28 vom Feuerwehrhaus aus und war um 13.30 bereits im Einsatz. Gegen 14 Uhr war der gesamte Brand gelöscht. Es wurde mit 3 Strahlrohren gearbeitet die von den naheliegenden Hydranten mit Wasser versorgt wurden. Als Brandursache wurde festgestellt, daß bei einem Wasserleitungsbau geschweißt wurde..." [1]

 
04.07.1957
Brand der Einlass-Hütte nähe Seegatterl

 
"Am 4. Juli brach in der Einlasshütte, nähe Seegatterl (Forstarbeiter-Unterkunfts-Hütte) ein Brand aus. Der Brand muß ca. um 18.30 Uhr entstanden sein. Um 18.45 Uhr wurde die Feuerwehr durch Boten und Telefon alarmiert. Ausgerückt wurde um 18.50 Uhr mit einer Löschgruppe und 1 LF 16. Bei Ankunft der Feuerwehr stand die Hütte bereits hell in Flammen, da das Gebäude Überwiegend aus Holz bestand. Das Löschwasser wurde von der 150m entfernt liegenden Schwarzlofer entnommen. Die Brandbekämpfung dauerte etwa 1 Stunde mit 2 C-Strahlrohren. Als Brandursache wurde Funkenflug auf das Holzschindeldach festgestellt. Der Brandschaden beträgt 30.000.-DM" [1]

 
25./28.05.59
Brand des Lagerhauses der Mina Höflinger
 
"Am Montag, den 25.5.1959 brach im Kohlenschuppen der Mina Höflinger in Entfelden ein Brand aus. Der Brand begann um 0.10 Uhr. Sirenenalarm war um 0.15 Uhr. Das Löschkommando rückte um 0.20 Uhr vom Feuerwehrhaus aus und war um 0.22 Uhr bereits im Einsatz. Gegen 1.45 Uhr war der gesamte Brand gelöscht. Es wurde mit 3 Strahlrohren gespritzt, die vom naheliegenden Hydranten mit Wasser versorgt wurden....
Am Donnerstag, den 28.5.1959 brach wiederholt im Kohlenschuppen der Mina Höflinger in Entfelden ein Brand aus... Das Feuer hatte bereits das Wohnhaus angegriffen. Es fand am Wohnhaus rasche Möglichkeit sich auszubreiten, denn der hintere Teil des Wohnhauses bestand aus Holz. Das Brandfeuer war so groß, daß die Nachbar-Wehr Kössen gerufen wurde, die nach kurzer Zeit am Brandplatz eintraf... Als Brandursache wurde vorsätzliche Brandstiftung festgestellt..." [2]


 
25.04.1962
Brand im Gasthof Unterwirt
 
"Aus bisher noch ungeklärten Gründen, man vermutet fahrlässige Brandstiftung, brach am 25.4.1962 gegen 1.15 Uhr Nachts im Gasthof Unterwirt Feuer aus. Die Alarmierung der einheimischen Feuerwehr erfolgte 2 Min. nach Entdeckung des Brandes. Der Brand wurde erst um 2 Uhr entdeckt. Schon 9 Min. später traf unsere Feuerwehr mit 2 Löschgruppen und 22 Mann ein. Die Brandausbruchstelle war der 3. Stock, Dachgeschoß. Es brannte bereits aus den Dachzimmerfenstern. Durch das rasche Eingreifen der einheimischen Feuerwehr, sowie den Wehren aus Ruhpolding, Traunstein und Übersee, konnte ein Ausbruch aus dem Dach, sowie das Übergreifen des Brandes auf das landw. Gebäude verhindert werden. Ebenfalls am Brandplatz erschienen die Wehren aus Unter- und Oberwössen sowie aus Kössen, doch sie wurden nicht mehr eingesetzt. Der Einsatz dauerte ungefähr 2 Stunden, dann war die eigentliche Gefahr vorüber. Der Brand wurde mit 2 B-Leitungen und 9 C-Rohren bekämpft. Das Wasser wurde aus 4 Hydranten entnommen. Eingesetzt wurden ebenfalls 3 Filter, 1 Frischluft- und 4 Sauerstoffgeräte.

Leider forderte dieser Brand zwei Todesopfer. Sie konnten trotz lebensgefährlichen Einsatzes unserer Feuerwehrmänner nicht mehr gerettet werden. Neun Personen wurden über Leitern gerettet. Nach Meinung des Kreisbrandinspektors Franz Winter aus Bergen, der ebenfalls am Brandplatz erschien, klappte der Einsatz unserer und der auswärtigen Feuerwehren vorzüglich. Sogar die Presse erwähnte den Einsatz unserer Feuerwehr als vorzüglich. Ein Lob den Zuschauern, die sich diesmal sehr vernünftig verhalten haben." [3]

 
22.08.1970
Großbrand Gasthof Seegatterl
 
"Gegen Mittag des 22. August ertönte Sirenengeheul in Reit im Winkl. In Windeseile verbreitete sich die Nachricht, daß der Gasthof Seegatterl brenne. Alarm wurde um 12.35 Uhr gegeben. Unserer Feuerwehr traf 10 Min. nach Alarm ein. Inzwischen brannte schon das gesamte Rückgebäude (Scheune) und das Dachgeschoß im Vordergebäude. Auf Grund dieses Ausmaßes wurde Großalarm gegeben. Nach ca. 20 Minuten traf der Feuerlöschzug Traunstein ein, sowie nacheinander die Feuerwehren Ruhpolding, Oberwössen, Kössen und Achentallöschzug. Durch Eindringen in den Dachboden mit Sauerstoffmasken von der Vorderseite aus konnte die völlige Vernichtung des Dachgeschoßes verhindert werden. Der Sachschaden betrug ca. 300.000 DM. Das gesamte Gebäude wird völlig neu erbaut." [3]




 
18.09.1970
Großbrand Bauernhof Exenberger in Kössen
"Am 18.9.1970 brannte in unserem Nachbarort Kössen der Bauernhof der Familie Exenberger völlig nieder. Bei uns wurde gegen 16 Uhr Alarm gegeben. Man wusste nicht genau, wo es brannte, doch sah man gegen Westen eine Rauchsäule am Himmel stehen. Unsere Wehr beteiligte sich mit 15 Mann, mit TLF 16 und TSF an den Löscharbeiten und an der Wasserförderung. Der Einsatz betrug ca. 2 Stunden, es konnte aber nichts mehr gerettet werden, da der Hof zum größten Teil aus Holz bestand." [3]

 
 
28.11.1970
Großbrand Hotel zur Post
 
" Einen Sachschaden von rund einer viertel Million Mark verursachte ein Brand, der in der Nacht vom 28.11.-29.11.70 im Festsaal des Hotels zur Post am Kirchplatz von Reit im Winkl ausbrach. In dem 500 Personen fassenden Saal hatte am Samstagabend der Veteraner- und Kriegerball stattgefunden. Die letzten Gäste verließen gegen 1.30 Uhr früh den Raum. Drei Stunden später gegen 4.30 Uhr bemerkte der Hausmeister, der in einem hinter dem Saalbau gelegenen Trakt seine Wohnung hat, starke Rauchentwicklung. Er alarmierte sofort die Feuerwehr.

Bereits 10 Minuten nach Alarmierung war die FF Reit im Winkl zu Stelle. Es standen bereits der Dachstuhl, sowie der Saal in Brand. Sofort wurden sämtliche Nachbarwehren alarmiert, da zu Befürchten war, das gesamte Hotel könnte in Mitleidenschaft gezogen werden. Mit Hilfe der Wehren aus Kössen, Oberwössen, Traunstein, Ruhpolding, TLZ Achental (Übersee) und Kirchdorf/Tirol war der Brand gegen 7.30 Uhr unter Kontrolle. Es konnte ein Übergreifen auf die übrigen Hotelräume verhindert werden. Der Schaden entstand im Saaltrakt, der völlig zerstört wurde, sowie dem Dachstuhl. Nach Ansicht der Experten muß alles neu aufgebaut werden. Die Ursache des Brandes, dessen Herd sich im Fußboden bei der Theke des Saales befunden hat, konnte nicht geklärt werden." [3]



 
20.01.1972
Waldbrand am Hausberg
 
"Gegen Nachmittag des 20.1.72 14.00 Uhr bemerkten Dorfbewohner eine starke Rauchentwicklung am Hausberg. Die sofort alarmierte Feuerwehr Reit im Winkl konnte den sich in rasender Geschwindigkeit ausbreitenden Flächenbrand alleine nicht mehr unter Kontrolle bringen, da das Gelände sehr steil und felsig ist. Es wurde daher Alarmstufe zwei gegeben und sämtliche Nachbarwehren alarmiert.
Es trafen die Feuerwehren Kössen, Oberwössen, Unterwössen, Achentallöschzug Übersee, Ruhpolding und Traunstein ein. Die Reit im Winkler Feuerwehr legte inzwischen eine B-Schlauchleitung vom Hydranten am Hipperbichl bis zum Ausgang des Brandherdes und führte sie dann vom Verteilerstück mit 3 C-Rohren in den Berghang weiter. Inzwischen bekämpften die Kössener Feuerwehr, die Wössner, sowie die Überseer Wehr den Brand von oben. Vom Glapfweiher wurde eine ca. 1200 m lange B-Leitung gelegt, die dann mit 3 C-Rohren direkt an den Brandherd weiter geführt wurde. Sämtliche Leitungen mußten mit dazwischen geschalteten Pumpen gelegt werden, um Wasser an den Brandherd heranführen zu können.
Unter der umsichtigen Leitung von Kommandant Graspointer, zweiter Kommandant Hagl, Vorstand Wolfenstetter und Kreisbrandinspektor Winter konnte der Brand bis Abend unter Kontrolle gebracht werden. Dieser Flächenbrand und Waldbrand wird in die Reit im Winkler Geschichte eingehen, denn wer kann sich erinnern, daß im Januar am Sebastianstag im Reit im Winkler Schneeloch sich ein Flächen- und Waldbrand entfalten konnte. Dies war nur möglich gewesen, da Reit im Winkl den schneeärmsten Winter seit Jahren hatte, sämtliche Südhänge waren ohne Schnee. " [3]

 
   
 
11.02.1973
Brand des Gasthofes Sonnleiten
"Gegen 11.30 Uhr Nachts am 11.2.1973 bemerkten Hausbewohner sowie Passanten einen Brand im Dachgeschoß der sich schnell ausweitete. Die Reit im Winkler Feuerwehr, die unmittelbar nach Ertönen der Sirene eintraf mußte Alarmstufe 3 auslösen, da inzwischen alles lichterloh brannte. Dank des hervorragenden Zusammenwirkens unserer Aktiven, mußten die alarmierten Feuerwehren, die alle am Brandplatz eintrafen, nicht mehr besonders eingreifen. Am Brandplatz erschienen folgende Wehren: Grassau, Unterwössen, Oberwössen, Kössen, Ruhpolding, Traunstein und Löschzug Achental. Als Brandursache wurde festgestellt: Ein Aschenbecher aus Blech wurde glühend und brannte durch den Tisch, fiel auf den Boden und entzündete damit das ganze Furnier, der 2. Stock brannte völlig aus, der Wasserschaden war beträchtlich." [3]

 
 
29.11.1973
Großbrand im Preßspanwerk Egger in St. Johann
"Am 29.11.1973 wurde die FF-Reit im Winkl wohl zu dem weit-entferntesten Einsatz ihres Bestehens gerufen. Die Alarmierung kam nämlich aus St. Johann in Tirol (Entfernung ca. 35 km). Ein Preßspanwerk war in Brand geraten und breitete sich in kurzer Zeit auf das ganze Gelände aus. Unsere Feuerwehr wurde gegen 4.00 Uhr morgens alarmiert. Da St. Johann nicht in unseren Einsatzgebiet liegt, mußte erst die Genehmigung vom Außenstellenleiter für Brand- und Katastrophenschutz eingeholt werden. Dadurch verzögerte sich die Abfahrt leider um 1 Stunde. Unsere Feuerwehr wurde jedoch zur Brandbekämpfung nicht weiter eingesetzt, da das Feuer bereits weitgehend unter Kontrolle gebracht werden konnte." [4]






 
03.07.1976
Großbrand des Sägewerks Ager in Unterwössen
"Ein großes Schadensfeuer äscherte in der Nacht zum Samstag das Sägewerk Ager ein, das zum größten Teil von den Körting-Radio-Werken Grassau als Lager gemietet war. Es waren dort Einbauteile (Plattenspieler), Gehäuse und Rückwände für Fernsehgeräte usw. gelagert. Nach einem ersten Überblick wird mit einem Materialschaden von mehr als drei Millionen DM gerechnet, der durch Versicherung gedeckt ist. Acht Feuerwehren bekämpften mit über 200 Mann den Großbrand, dessen Ursache noch ungeklärt ist. Die Brandfahnder der Kriminalinspektion Traunstein schließen Brandstiftung nicht aus. Ein Urlaubsgast entdeckte als erster den Brand gegen 2.45 Uhr." [Ausschnitt Zeitungsartikel]

 
 
31.07.1977
Hochwasser
 
"Um 0.30 Uhr wurde durch Sirene Hochwasseralarm gegeben. Bäche wurden zu kleinen Flüssen. Die Brücke der B 305 in Seegatterl (bei Campingplatz) wurde total unterspült und erheblich zerstört. Große Teile von Seegatterl standen unter Wasser. Die Brücke beim Anwesen (Entfelden) wurde völlig zerstört, so daß sie für den Verkehr gesperrt werden mußte. In dieser Situation konnte man erkennen, wie wichtig das Notstromaggregat im Anhänger des TLF 16 für die Feuerwehr ist. Die Feuerwehr war bis ca. 16.00 Uhr des folgenden Tages im Einsatz." [4]


 
21.05.1979
Großbrand des Henauer Hof in Unterwössen
"Am 21.5.1979 wurde nachts um 2.25 Uhr Sirenenalarm ausgelöst. Brandstelle war der Henauer Hof in Unterwössen. Die FF-Reit im Winkl rückte um 2.33 Uhr aus und war um 2.49 Uhr in Unterwössen im Einsatz. 22 Mann waren im Einsatz." [4]


 
 
18.01.1980
Löschhilfe beim Veitenbauer in Kössen
 
"Am 18.1.1980 brannte das Anwesen "Veitenbauer" zum Großteil aus. Dieses alte Bauernhaus wurde von der kath. Kirchengemeinde Kössen als Jugendherberge benutzt. Der Holzbalken, der sich über dem offenen Kamin befand, fing Feuer und löste den Brand aus. So entstand erheblicher Sachschaden." [4]



 
08.09.1980
Brand am Mühlberg in Kössen
 
"Am 8.9.1980 brannte in Kössen/Mühlberg das Anwesen "Schaffer".
Es entstand Totalschaden. 30 Feuerwehrmänner waren im Einsatz." [4]




 
25.09.1981
Brand im Zuhaus beim Maserer
 
"Nach eignen Angaben des Pächters war der Brand folgendermaßen entstanden: Um Holz zu schneiden hatte er sich einen Plastiktank (ca. 10 Ltr.) voll Benzin für die Motorsäge geholt. Dieser kippte im Auto um. Nachdem der Verschluß nicht ganz dicht war, drang etwas Benzin nach außen. Um den Tank mit einem Tuch abzuwischen, nahm er ihn mit in die Küche und stellte ihn ca. 1,5 m entfernt von dem brennenden Ofen ab. Bevor er mit dem Holzschneiden begann, legte er noch Holz im Ofen nach. Dabei sprang ein Funke auf den Benzinkanister über. Im gleichen Augenblick stand die Küche in Flammen. Er versuchte noch, den Kanister mit dem Fuß in den Hausgang zu stoßen, um das restliche Benzin aus der Küche zu entfernen. Dabei griff das Feuer sofort auf Hausgang und Treppenhaus über. Es entstand erheblicher Sachschaden. Wohnzimmer, Gang, Küche und Treppenhaus wurden größtenteils vernichtet. 30 Feuerwehrmänner waren im Einsatz." [4]



 
08.06.1983
Brand der Schreinerei Alois Gerstl / Hans Ritzer
 
"Am 8.6.1983 entdeckte Josef Schmuck um 5.15 Uhr starke Rauchentwicklung über der Schreinerei von Alois Gerstl. Sofort bermerkte er, daß im Inneren der Werkstatt bereits Feuer ausgebrochen war und schlug Alarm. Um 5.25 Uhr war die Feuerwehr alarmiert. Der Brand war innerhalb von 10 Minuten unter Kontrolle. Atemschutz war ebenfalls im Einsatz. Nachdem der ätzende Rauch verflogen war, konnte festgestellt werden, daß wider vermuten ein Sachschaden von beträchtlichem Ausmaß entstanden war..." [4]

 
05.04.1985
Waldbrand am Hausberg (394 Einsatzstunden)
 
"Rund 400 000 Quadratmeter Waldfläche vernichtete ein Brand in Reit im Winkl. Glücklicherweise befindet sich auf dem Hausberg ein Weiher, aus dem die Feuerwehr Löschwasser pumpen konnte. Der Einsatz der acht zu Hilfe geeilten Feuerwehren mit rund 200 Männern sowie eines Polizeihubschraubers dauerte über zwölf Stunden. Über die Brandursache laufen derzeit noch Ermittlungen." [Zeitungsartikel]

 
20.07.1985
Hagelunwetter
 
"Von einem verheerenden Hagelschlag wurde - wie bereits kurz berichtet - am Wochenende die Gemeinde Reit im Winkl heimgesucht. Bei Sturmböen der Windstärke zehn bis elf lagen die Hagelschlossen bald bis zu 30 Zentimeter hoch. Ackerland, Gärten, Parks, Gemüse- und Salatbeete boten ein Bild der Verwüstung. Hunderte Bäume wurden entwurzelt, Autos von herabfallenden Ästen und vom Hagelschlag beschädigt. Am Dürnbachhorn mußte der Sessellift abgeschaltet werden, weil bei dem Sturm die Sessel an die Pfeiler zu prallen drohten... In Reit im Winkl selbst wurden auch einige Häuser abgedeckt. Zahlreiche Fensterscheiben gingen zu Bruch... Die Feuerwehren und zahlreiche freiwillige Helfer waren in allen drei Gemeinden pausenlos im Einsatz... " [Chiemgau Zeitung, 24.07.1985]

 


 
11.04.1987
Brand in der Tiefgarage des Hotels Unterwirt
 
"Die Brandbekämpfung mit Aufräumarbeiten dauerten von 4.15 Uhr bis 11.20 Uhr. Es entstand Totalschaden. Die Brandursache ist nicht geklärt worden. Bei der Hitze ist das Garagentor regelrecht geschmolzen." [4]



 
15.03.1988
Brand einer Flüssiggasanlage
 
"Über sechs Stunden hielt der Brand einer Flüssiggasanlage beim Gasthof Glapfhof am Dienstag Abend an (wir berichteten bereits kurz). Die Flammen schossen zum Teil über sechs Meter hoch aus der Tanköffnung. Personen kamen nicht zu Schaden und auch der Sachschaden hielt sich mit etwa 2000 Mark in Grenzen. Wie Kreisbrandrat Engelbert Deiniger am Brandort versicherte, bestand zu keiner Zeit Explosionsgefahr, da es sich hierbei um reines Gas und kein Sauerstoffgemisch handelte..." [Ausschnitt Zeitungsartikel]



 
20.07.1990
Großbrand beim Wimmerbauer
 
"Sachschaden in Millionenhöhe entstand bei einem Großbrand am Feitag Abend in Reit im Winkl. Wie in einer Teilauflage unserer Samstagausgabe kurz berichtet, brannten am späten Nachmittag drei Gebäude im Ortsbereich von Reit im Winkl. Zehn Feuerwehren, darunter auch zwei aus Österreich waren zum Brandort gerufen. Ein 25jähriger hatte am Freitag auf dem Dach eines Wirtschaftsgebäudes mit einem Gasbetriebenen Flammenwerfer die Dachpappe ausgebessert. Dabei fing die hölzerne Dachverschallung Feuer, obwohl der Mann einen Kübel voll Wasser dabei hatte, gelang es ihm nicht, den entstehenden Brand zu löschen. In kurzer Zeit brannte das Wirtschaftsgebäude lichterloh, die Flammen griffen rasch um sich und erfaßten auch das Bauernhaus. Durch den starken Nordwestwind griff das Feuer auch noch auf ein benachbartes Mehrfamilienhaus über.

Gegen 17.50 wurden die Feuerwehren alarmiert, im Einsatz waren die Wehren aus Reit im Winkl, Unterwössen, Oberwössen, Übersee, Grassau, Marquartstein, Ruhpolding und Traunstein, sowie zwei Wehren aus Österreich. Gegen 20 Uhr war der Großbrand gelöscht. Der rasche Einsatz der Feuerwehren verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf ein weiteres Wohnhaus. Neben den beiden Wohnhäusern und dem Wirtschaftgebäude brannte auch ein Personenwagen vollständig aus. Personen wurden bei dem Großbrand nicht verletzt, zum Sachschaden meinte die Polizei am Sonntag, dieser belaufe sich auf Millionenhöhe. " [Traunsteiner Wochenblatt, 23.07.1990]





 
24.07.1995
Brand beim alten Waldbahnhof
 


 
11.11.1995
Großbrand Hotel zur Post in Unterwössen
 


 
16.03.1997
Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Kössen
 




 
14.01.1998
Großbrand Schreinerei Scharnagel in Kössen
 


 
05.08.2002
Großbrand Alpengasthof Augustiner auf der Winklmoosalm
 
Im Einsatz waren 253 Einsatzkräfte aus 12 Feuerwehren, davon 66 mit Pressluftatemgeräten und 15 weitere Einsatzkräfte, sowie 34 Feuerwehrfahrzeuge und fünf zusätzliche Tragkraftspritzen.

"Einsatzfeststellung und Erkenntnisse:
Für hilfreich erwiesen sich mehrere Drehleitern, mit denen der Brand von oben gelöscht werden konnte. Letztlich gelang es den Feuerwehren, den nördlichen Gebäudeteil (Bettenhaus) weitgehend vor den Flammen zu schützen. Dennoch wurde auch dieser Gebäudeteil erheblich beschädigt. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Die Besitzer, Personal und die wenigen Gäste des Hauses konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen (Ruhetag). Sachschaden von mehr als einer halben Million Euro ist entstanden.

Durch vorbildliche Führungskräfte und Einsatz in der Koordination wurde mehr Schaden verhindert. Hervorragende, qualifizierte Zusammenarbeit der Einsatzkräfte mit Mannschaft und Gerät. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit hatte ein gemeinsames Einsatzziel und ist einsatztaktisch bestens abgelaufen. Aufgrund der Drehleiter der FF RiW ist die Personenrettung über DLK nicht gewährleistet. Auch für die Brandbekämpfung wie in diesem Brandfall ist die Drehleiter viel zu klein. Das Einsatzgerät Drehleiter der FF RiW ist nicht ausreichend. Löschwasserversorgung im Winklmoos-Almgebiet ist nur über lange Schlauchleitungen (in diesem Fall 700m) gewährleistet. Der Löschteich ist im Winter für Einsatzfahrzeuge nicht anfahrbar! Eine ausreichende Löschwasserzisterne für das Winklmoos-Almgebiet ist dringend erforderlich! Dank an alle Hilfs- und Einsatzkräfte für die freiwillige, tatkräftige Einsatzbereitschaft beim Brandeinsatz "Alpengasthof Augustiner" auf der Winklmoosalm."
[aus dem Einsatzbericht, Kdt. Heistracher]

 




 
12.08.2002
Hochwassereinsatz in Kössen, Ober- und Unterwössen
 


 
17.-20.08.02
Oderhochwasserhilfe in Dessau/Sachsen-Anhalt
 



 
15.05.2005
Brand Scheibelbergstüberl
 

 
11.-14.07.05
Katastrophenalarm Hochwasser (Reit im Winkl und Wössen)


"Nicht nur das Achental war betroffen: In Reit im Winkl trat der Hausbach über die Ufer und ergoss sich ins Ortszentrum. »Die Straßen stehen bis zu 30 Zentimeter unter Wasser, Schlamm, Geröll und Dreck«, berichtete ein Augenzeuge. Zahlreiche Keller liefen voll; der Ort war für Pkw nicht erreichbar. Lediglich größere Fahrzeuge konnten es wagen, von Ruhpolding her durch die Wildbachfurt zu fahren. Die Straße über den Masererpass von Unterwössen her wurde gesperrt, und von Kössen her ging ebenfalls nichts mehr, weil eine Mure abgegangen war. Zu allem Unglück fiel um 14 Uhr auch noch der Strom in Reit im Winkl aus." [Traunsteiner Tagblatt]

 
 
16.01.2006
Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Kössen
 
"Großalarm für die Feuerwehren im Bezirk Kitzbühel. Zeitgleich brannten in Kitzbühel ein Haus und in Kössen ein Bauernhof. "Als wir ankamen, schlug uns eine 30 Meter hohe Feuerwand entgegen", schilderte Kössens Feuerwehrkommandant Hannes Schwentner. Das Bauernanwesen "Gatterer" war Montagabend gegen 19.30 Uhr in Flammen aufgegangen.

Der Stalltrakt war nicht mehr zu retten, der Wohnbereich wurde ebenfalls schwer beschädigt. Die Bewohner des Hofes, die Bauernfamilie konnte sich unverletzt retten. Die ebenfalls im Haus lebende Altbäuerin erlitt einen Schock. Pferde befanden sich nach ersten Angaben von Polizeichef Martin Krug nicht im Stall. Die Löscharbeiten für die fünf Feuerwehren gestalteten sich umso schwieriger, weil das Löschwasser die Straßen in eine Eisfläche verwandelte." [Tiroler Tageszeitung]


 

 
01./02.03.08
Schäden durch Sturm "Emma" in Reit im Winkl und Kössen
 
"Wie angekündigt erreichte auch Reit im Winkl der Sturm EMMA am Samstag Vormittag und die ersten Notrufe gingen ab ca. 11:35 Uhr bei der Polizeiinspektion Traunstein für die Freiwillige Feuerwehr Reit im Winkl ein. Insgesamt wurde die FF Reit im Winkl am Samstag und Sonntag zu 20 verschiedene Einsätze alarmiert. Die Einsätze reichten vom klassischen „Baum über der Fahrbahn“ bis zu „abgedeckten Dächern“. Zum Glück waren keine Personenschäden zu verzeichnen, jedoch sind die Sachschäden noch nicht abzuschätzen. Einige Straßen sind noch Sicherheit bis Montag gesperrt.

Bei den abgedeckten Dächern sowie Bäume auf Dächern kam die neue Hubrettungsbühne besonders zum Einsatz. Nicht nur das in diesen Höhen und Gefahren das Arbeiten erleichtert wird, hierbei kann der Eigenschutz für die Feuerwehrdienstleistenden positiv in den Vordergrund gestellt werden. Bei Arbeiten auf den Dächern wurden die Feuerwehrdienstleistenden mittels Höhensicherung am Korb der Hubrettungsbühne gesichert. Zwischendurch wurden wir auch zur Unterstützung für die Feuerwehren Kössen, Bichlach und St. Johann zur Beseitigung von Sturmschäden in Kössen gerufen. Hierbei zeigte sich wieder die vorbildliche, unbürokratische Zusammenarbeit mit den österreichischen Nachbarn." [5]

 


       
       
 
[1] Alois. Stocklauser - [2] Hans Heigenhauser - [3] Kaspar Speicher - [4] Hans Schmuck - [5] Günther Braun & Stefan Huber
 
   
 
© 2010 Freiwillige Feuerwehr Reit im Winkl e.V. / Autor: Max Weiss
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