Die Kameraden der Feuerwehr helfen ihren Mitbürgern gerne in Notlagen. Dennoch soll es das Bestreben jedes Einzelnen sein, Gefahrensituationen gar nicht erst entstehen zu lassen. Treten solche trotzdem ein, ist es wichtig, schnell und richtig zu reagieren. Im Folgenden werden Sie darüber informiert, wie Sie Ihre und die Sicherheit Ihrer Mitmenschen verbessern und im Ernstfall helfen können.
1. Lebensretter Rauchmelder
70% der Brandopfer werden nachts im Schlaf vom Feuer überrascht, ohne dass sie dabei etwas merken. Denn gefährlich ist dabei nicht das Feuer, sondern der Rauch, der von schlafenden Personen eingeatmet wird, ohne dass es diese bemerken können. Folglich sterben 95% der Brandtoten an den Folgen einer Rauchvergiftung. Deshalb ist es unbedingt notwendig, in den eigenen vier Wänden Rauchmelder zu installieren, idealerweise in jedem Raum. Diese geben ein lautes akustischen Signal, wenn Rauch registriert wird und machen so auf Feuer und gefährliche Rauchgase aufmerksam.
Die lebensrettenden Rauchmelder sind bereits in neun Bundesländern Pflicht. Diese gilt im Freistaat Bayern noch nicht, zur eigenen Sicherheit sollten diese aber trotzdem in jedem Haushalt vorzufinden sein. Die batteriebetriebenen Rauchmelder können beispielsweise in Elektrofachgeschäften erworben werden. Wichtig ist dabei, qualitativ hochwertige Geräte zu wählen, die sowohl mit CE-Zeichen und Prüfnummer, sowie mit der Angabe "EN 14604". Diese Rauchmelder sind geprüft und gewährleisten im Ernstfall durch ordnungsgemäße Funktion Ihre Sicherheit. Rauchmelder sind, gemessen an ihrer Bedeutung, kostengünstig und können ohne Probleme selbst montiert werden.
Um auf die große Bedeutung von Rauchmeldern aufmerksam zu machen, schenkt die Freiwillige Feuerwehr Reit im Winkl jeder Familie mit neugeborenem Kind ein Rauchmelderpaket.
Weitere Informationen zu Rauchmeldern erhalten Sie durch das nebenstehende Video, oder auf der Internetseite www.rauchmelder-lebensretter.de.
2. Der richtige Notruf - die fünf "W"- Fragen
Auch wenn es sich in der Theorie einfacher anhört, ist es wichtig, im Ernstfall möglichst Ruhe zu bewahren, um beim Notfall möglichst Ruhe zu bewahren, um beim telefonischen Notruf möglichst präzise Angaben machen zu können. Generell ist darauf zu achten, den Notruf so schnell wie möglich abzugeben. Dabei wählen Sie am Telefon die Notrufnummer "112". Die integrierte Leitstelle verständigt dann die erforderlichen Rettungsorganisationen. Bei Ihrer Meldung sollten Sie die sogenannten fünf "W"-Fragen beachten:
1. Wer meldet?
Ihr Name, Standort und Telefonnummer für Rückfragen.
2. Wo ist das Ereignis?
Angabe von Ort, Straße, Hausnummer, Kilometerangaben an Straßen.
Abschätzung der Zahl der Betroffenen und ihrer Verletzungen.
5. Warten auf Rückfragen!
Legen Sie nicht selbstständig auf, die Leitstelle benötigt gegebenenfalls weitere Informationen.
3. Feuerlöscher
Um entstehende Brände eindämmen zu können, ist es empfehlenswert, sowohl im Haushalt als auch im Fahrzeug einen Feuerlöscher zur Verfügung zu haben. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Handlöscher, beispielsweise Nasslöscher, Schaumlöscher oder Trockenlöscher (Pulverlöscher) oder Kohlensäurelöscher. Über den "richtigen" Feuerlöscher können Sie sich beim Vertreiber informieren. Grundsätzlich ist wichtig darauf zu achten, ob der Löscher auch für die Brandklasse geeignet ist.